Geschichte

Zur Geschichte des Turner-Club

Gelsenkirchen 1874 e.V.

1874 Gründung des Turner-Club Gelsenkirchen 1874 (noch ohne e.V., da der Eintrag ins Vereinsregister erst später erfolgt). Nach Meinungsverschiedenheiten treten etwa 20 Mitglieder aus dem älteren ersten Gelsenkirchener Turnverein aus und gründen den TCG 1874.
1892 Der TCG hat bereits 338 Mitglieder und ist damit der größte Sportverein Gelsenkirchens.
1903 Trotz der Eingemeindung von Schalke, Heßler, dem späteren Bismarck, Bulmke, Hüllen und Ückendorf geht die Mitgliederzahl des Vereins wieder auf etwa 170 zurück. Möglicher Grund: Zuvor gab es einen Richtungswechsel in der Vereinspolitik. Hintergrund: Seit Gründung des Vereins werden viele Feste gefeiert. Die Festivitäten sollen zum einen das schwache kulturelle Angebot ausgleichen, zum anderen stimmt man sich mit den Wirten der Gasthäuser ab. Turnen wird nämlich nicht in Turnhallen betrieben, sondern in Sälen von Wirtschaften. Um den wirtschaftlichen Ausfall der Wirte zu mindern, werden eben verstärkt Feste gefeiert. Die neue Devise lautet: Die Aufgabe eines Turnerclubs sei es, in erster Linie Sport zu treiben.
1904 Frauen bekommen Turnabende.Zweimal pro Woche dürfen sich interessierte Damen zum Turnen treffen. Dieses Angebot wird vom Turnrat allerdings beim ersten Mal für ein Vierteljahr genehmigt. Im selben Jahr findet Turnen auch in einer echten Turnhalle statt.
1908 Um der aufkommenden Jugendbewegung Rechnung zu tragen, werden regelmäßig Ausflüge in Form von Wanderungen in die freie Natur unternommen. Es wird eine 2. Fahne angeschafft, da die erste nicht mehr den Erfordernissen entsprach.
1911 Der TCG vereinigt sich mit dem Ballspielverein. Ballsportarten kommen zum Turnen als Angebot für die Vereinsmitglieder hinzu. Zum ersten Male wird der Verein ins Vereinsregister eingetragen und heißt jetzt: Turner-Club Gelsenkirchen 1874 e. V.
1914-1918 I. Weltkrieg- Während dieser Zeit erfährt das Turnen und der übrige Sport im Verein große Einschnitte. 71 Turner des TCG sterben an den Fronten. Das Vereinsleben widmet sich wie in ganz Deutschland jetzt üblich auch dem Krieg. Spendenaufrufe für Bedürftige werden gestartet. Der Verein spendet für Hilfsgüter der Stadt Gelsenkirchen Geld (1000 Mark). Näh- und Strickstunden werden abgehalten. Pakete werden für die Soldaten an die Front geschickt.
1919 Der TCG 1874 e. V. verbindet sich mit dem Spiel und Sport Schalke 1896. Der neu gegründete Verein heißt nun: Gelsenkirchen Turn- und Spielverein 1874/1896. Die Fusion bringt eine neue Mitgliederstärke von über 1.200 Menschen hervor.
1924 Die Verbindung der beiden Vereine wird wieder rückgängig gemacht. Turnen und Sport sollen wieder getrennt abgehalten werden. Beide Vereine erhalten ihre ursprünglichen Bezeichnungen zurück. Das Vereins-Ehrenmal wird gebaut zur Erinnerung an 71 gefallene Vereinsmitglieder im 1. Weltkrieg.
1928 Der Verein wird nochmals in das Vereinsregister mit dem ursprünglichen Namen: Turner-Club Gelsenkirchen 1874 e. V. eingetragen.
1932 Der TCG mietet von der Stadt Gelsenkirchen einen Sportplatz und richtet eine Tennisabteilung ein.
1933 Die Handballabteilung steigt in die oberste Spielklasse der DT auf.
1934 523 Mitglieder betreiben in den Abteilungen: Turnen, Leichtathletik, Handball, Hockey, Tennis, Schwimmen, Wandern, Skilauf, Sommerspiele, Faustball, Fechten und Gesang ihre Aktivitäten. Trotz dieses Angebots verliert der Verein an Mitgliedern und Zulauf. Junge Leute werden von den nationalsozialistischen Organisationen eingespannt.
1938 Die ersten großen Erfolge werden errungen. Der Verein stellt die Westfalenmeister im Mannschaftsturnen.
1939 Willi Kollmeier wird Westfalenmeister im Hochsprung
1939-1945 II. Weltkrieg- Während der schweren Bombenangriffe auf Gelsenkirchen muss Abteilung um Abteilung den Betrieb langsam einstellen. 54 Turner fallen an den Fronten. Viele Unterlagen über den Verein werden vernichtet. Die traditionellen Vereinsfahnen verbrennen.
1945 Die Abteilungen: Schwimmen, Ski-Lauf, Fechten und Tennis lösen sich formal auf. Das Vereins-Ehrenmal wird erweitert zur Erinnerung an 54 gefallene Vereinsmitgliedern im 2. Weltkrieg.
1946 Erstmals nach dem Krieg werden wieder Turnstunden abgehalten. Turner reparierten hierfür eigenhändig die Turnhalle des Grillo-Gymnasiums.
1948 Heinz Kreulich wird Meister im Weitsprung.
1949 Heinz Kreulich bestätigt seinen Meistertitel im Weitsprung. Im selben Jahr feiert er noch weitere große Erfolge, die den Verein weithin sehr bekannt machen. Darunter zählen `49: Der Titel Deutscher Meister im Weitsprung und der Europarekord im Weitsprung Willi Maus wird in diesem Jahr Westdeutscher Meister über 3000 m im Hindernislauf.
1951 Walter Beer wird Gaumeister im Turnen
1954 Beim Stiftungsfest des Vereins (80jähriges Bestehen) gibt es wieder 347 Mitglieder. Eine neue Fahne wird eingeweiht.
1956 Der Verein stellt mit Günter Lyhs den Deutschen Juniorenmeister im Turnen
1959 Günter Lyhs wird Deutscher Meister Turnen am Barren und sogar Deutscher Vizemeister im olympischen Zwölfkampf
1960 Als 6-facher Deutscher Meister Turnen schreibt Günter Lyhs eine erfolgreiche Geschichte für den TCG.
1964 Günter Lyhs wechselt nach Kierspe. Als Gewinner der Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio am Pferdsprung wird er der erfolgreichste Sportler, der dem TCG bisher entwuchs.
1967 werden die Volleyball Herren Westfalenmeister. Bis 1974 stellt Rudi Kabuth durchgehend den Stadtmeister im Turnen.
1970 Peter Bierwirth wird Gaumeister im Turnen
1976 Die Prellballer Männer sind 3. der Deutschen Meisterschaft
1977 Die TCG Prellballer Männer tragen nun den Titel Deutscher Vizemeister
1979 Rita Pape wird Gaumeisterin im Turnen. Gründung der Abteilung für Menschen mit geistiger Behinderung.
1980 Bei den Paralympics in Arnheim erhält Rudi Schwietering als Mitglied der Volleyball-Mannschaft die Bronzemedaille
1982 Ute Kimmling wird Gaumeisterin im Turnen
1984 Die Prellballer Damen erringen den IV. Meister in ihrer Disziplin. Gründung der Basketballabteilung durch eine Basketball AG. Bei den Paralympics in Los Angeles erhält Rudi Schwietering als Mitglied der Volleyball-Mannschaft die Silbermedaille
1986 Wegen besonderer Verdienste um den Breitensport wird dem Verein die Sportplakette durch den Bundespräsidenten verliehen. Zwar sollte es als normaler Akt gelten, doch als einer der ersten Vereine gründete der TCG eine Abteilung für geistig behinderte Sportler. Das Vereins-Ehrenmal steht seit 1986 unter Denkmalschutz.
1988 Bei den Paralympics in Seul erhält Rudi Schwietering als Mitglied der Volleyball-Mannschaft die Goldmedaille
1989 Die Damen der Prellballabteilung werden Deutsche Meister. Für geleistete Arbeit im Verein erhielten Walter Beer und Bernd Nöthen die höchste Auszeichnung des „Westfälischer Turner Bund", außerdem wurde Bernd Nöthen die goldene Nadel vom Stadtsportbund überreicht.
1990 Die Damen der Prellballabteilung werden Deutsche Meister. Eine neue Gruppe, in Verbindung mit der IKK-Gelsenkirchen, Wirbelsäulengymnastik wurde eingerichtet. Leiterin Evelyn Walter.
1992 Bei den Paralympics in Barcelona erhalten Oliver Müller und Rudi Schwietering als Mitglieder der Volleyball-Mannschaft die Goldmedaille
1993 Bernd Nöthen hat die Bundesverdienstmedaille des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht vom Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Herrn Bartlewski erhalten. (Aufbau der Geistig Behinderten Abteilung). Kathrin Bülow - Abteilung Trampolin - erhält von der Stadt den Sportpreis des Jahres 1992.
1994 Kathrin Bülow - Abt. Trampolin nimmt in Berlin an dem SSC-Cup teil.
1996 Bei den Paralympics in Atlanta erhalten Oliver Müller und Rudi Schwietering als Mitglieder der Volleyball-Mannschaft die Goldmedaille. Die Prellballer Damen waren bei den Westfälischen Meisterschaften, den Westdeutschen Meisterschaften erfolgreich und haben bei den Deutschen Meisterschaften den 2. Platz erreicht.
1997 Der Jugend- und Herrenspielbetrieb der Basketballabteilung löst sich auf
1998 Eine neue Karate-Abteilung wechselt von einem anderen Verein zu uns. Eine Gruppe Einradfahrer ist in unseren Verein aufgenommen worden.
1999 Ehrung als Verein des Jahres 1998 durch Gelsensport. Der Verein schließt mit dem Grillo-Gymnasium eine Kooperation im Volleyball. Kinder und Jugend sollen hierbei stärker an den Sport herangeführt werden. Verleihung einer Urkunde, durch den Landes-Sport-Bund NW, als kinderfreundlicher Verein in Nordrhein-Westfalen
2000 Bei den Paralympics in Sydney erhält Oliver Müller als Mitglied der Volleyball-Mannschaft die Goldmedaille.
2001 Die Prellballabteilung löst sich wegen Nachwuchsmangel auf. Oliver Müller wird von Gelsensport zum Spieler des Jahres gewählt. Die Damenmannschaft Basketball meldet sich vom Spielbetrieb ab und spielt nur noch zum Hobby. Karin de Vries hat die Bundesverdienstmedaille des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom Bundespräsidenten Johannes Rau erhalten. (Mitaufbau der geistig Behinderten Abteilung)
2003 Der 1. Vorsitzende, Bernhard Nöthen, tritt nach 34 Jahren aus Altersgründen vom Vorsitz zurück. In den 34 Jahren seiner Tätigkeit ist der TCG 1874 e.V. zum Großverein geworden. Der neue 1. Vorsitzende ist Bernhard Hoppe. Erstmalig werden Kurse in Tai-Chi und in Karate angeboten. Die Eintragung der neuen Satzung und des neuen Vorsitzenden sind vom Amtsgericht, wegen zu geringer Mitgliederanzahl bei der JHV, nicht anerkannt worden. Die letzte Satzungsänderung 1972 hat der 1.Vorsitzende Bernhard Nöthen beim Amtsgericht nicht eintragen lassen. Laut unserer Satzung von 1955, müssen 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder bei der JHV anwesend sein.
2004 Am 27. Dezember starb unser langjähriger 2. Vorsitzender Walter Beer plötzlich und unerwartet im Urlaub. 2004 In der neuen JHV am 30.01.2004 müssen laut unserer Satzung von 1955, 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein bzw. eine Vollmacht gegeben haben. Die Mitgliederversammlung vom 30.01.2004 hat die Neufassung der Satzung beschlossen und zum neuen 1. Vorsitzenden Bernhard Hoppe gewählt. Beide Eintragungen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen erfolgten am 31.03.2004. Im Februar 2004 schafften die TCG-Volleyballer in der Landesliga 3 durch 2 wichtige Siege einen Tabellenmittelplatz zum Ligaerhalt. Die Volleyball Herren des TCG II sicherten sich durch einen 2. Tabellenplatz die Teilnahme an den Relegationspartien am 24./25. April und 1./2. Mai zum Aufstieg aus der Bezirksklasse in die nächsthöhere Spielklasse. Das entscheidende Spiel beim VC Marl III wurde jedoch mit 2:3 nach bereits 2 gewonnenen Sätzen noch verloren und der Aufstieg verpasst.
2005 Es werden Kurse in „Trampolin" und „Nordic-Walking" angeboten.

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